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Do., 09. Aug. 18,  18 - 19 h

Spruch auf der Schleife des Buketts: Israel - dein Heil kommt von dem Herrn  (5.Mose 33,29)

„Mit diesem Wort möchten wir alle jüdischen Freunde unserer Stadt und des Staates Israel ermutigen. 
Am Israel Chai!“

Gedenkstunde der Trauer und Solidarität
Hans-Sachs-Platz/Leo-Katzenberger-Weg, 90403 Nürnberg

Es sprachen 
SPD-Fraktionschefin Anja Prölß-Kammerer 
in Vertretung des  am Knie verletzten OB Dr. U. Maly
Michael Frieser MdB, 
Karl Freller Direktor der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten und 
Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender  der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg

Zusammenfassung
Am 9.8.18 hatte der Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“ unterstützt von der IKGN 
zum Gedenken an den schändlichen Abriss der Hauptsynagoge in Nürnberg vor 80 Jahren eingeladen
 
und zur Trauer um die in der Shoa umgekommenen 1628 Opfer der Jüdischen Gemeinde. 
Ein erneutes Zeichen gegen Antisemitismus und Judenhass. Etwa 100 Besucher hielten trotz starken Windböen aus.

Hansjürgen Kitzinger, Vorsitzender vom Arbeitskreis, hinterfragte die Gedenkkultur, die wir seit 18 Jahren hier an dieser Stelle pflegen. 
Wie weit ist der Weg zwischen Worten und Taten? Der 9. Av und das Gedenken heute ist kein Kult für die toten Juden, 
sondern wir solidarisieren uns mit den lebenden Juden in der Diaspora und in Israel. Der Kampf gegen den Antisemitismus hat 
mit Israel zu tun. Dabei habe jedoch der Staat Israel in seiner Unabhängigkeitserklärung 1948 „allen Nachbarstaaten und Völkern 
die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft angeboten“. Das sei in den wenigsten Schulbüchern zu lesen.
„Antisemitische Klischees und Verschwörungstheorien gegen Juden haben wieder Hochkonjunktur. 
Sie tauchen im Gewand des Anti-Israelismus oder Anti-Zionismus auf“, sagt Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Schwarz-Friesel. 

Die Vertreterin Dr. Prölß-Kammerer des Oberbürgermeisters forderte eine bessere, zeitgemäße Aufklärung an allen Schulen. 
Die „steigenden Angriffe in Wort und Tat“ auf den Schulhöfen und in den sozialen Medien seien wissenschaftlich nachgewiesen.

Der Vorsitzende Jo-Achim Hamburger von der IKGN berichtete von seinem Vater, der als 15-jähriger Junge zusehen musste, 
wie seine Synagoge, in der er Bar Mitzwa machte, abgerissen wurde. Er fragte seinen Onkel: “Warum machen sie das?“
 – Es folgte die Antwort: „Sie hassen uns für nichts“. Damals am 10.8.1938. 
Man meint die Hamas, die Fatah, Abbas oder Rohani von heute zu hören. Kürzlich verunglimpfte ein Abgeordneter der Hamas in einer 
Parlamentssitzung in Gaza die Juden und verglich sie mit Affen und Schweinen.
Hamburger wies darauf hin, dass die heutige neue Synagoge mit Überwachungskameras umgeben ist. 
Er wünsche sich mehr als Solidarität, mehr als politische Beteuerungen. Er wünsche sich ein klares Ja zur Bekämpfung des Antisemitismus.

CSU-Bundestagsabgeordneter Michael Frieser berichtete von seinen Treffen mit jüdischen Schülern in Berlin, 
denen er nicht erklären könne, warum sie heute noch um ihr Leben fürchten müssten. 
Sein Appell lautete: „Die Gesellschaft muss aufstehen und zeigen: bis hierher und keinen Schritt weiter!“ 

Zum Thema Bildung sprach Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten und stellv. Fraktionschef im Landtag. 
Er habe gerade mit dem Kultus
ministerium ein neues Programm für die Erinnerungskultur in den Schulen entwickelt. 
Seine Botschaft an die Adresse aller jüdischen Mitbürger hieß: „Ihr seid Teil dieser Stadt. Wir g
ehören zusammen.“

Das Gedenken wurde mit dem Kaddisch-Gebet vom Kantor Uscherenko der IKGN beendet.

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Wir wünschen  allen jüdischen Freunden und dem Staat Israel:

Schana Towa u’Mevurachat 

ein  gutes und gesegnetes Neues Jahr 5779!

Der Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“, Nürnberg 

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Herzliche Einladung 

Zur Festveranstaltung  anlässlich 70 Jahre Staat Israel 

„Das blühende Israel“ 

mit
Johannes Guagnin 
am Sonntag, 06. Mai 2018, 17 Uhr

Unter der Schirmherrschaft von 
Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates Israel  und
Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident von Mittelfranken

Grußworte:
Liran Sahar, Berater für bilaterale Beziehungen, Generalkonsulat des Staates Israel
Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident von Mittelfranken
Marcus König, CSU Fraktionsvorsitzender, Stadtrat Nürnberg für den Oberbürgermeister
Jo-Achim Hamburger, 1.Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg (IKGN) 

Musikalische Umrahmung:  Chor „Hava Nashira“ der IKGN

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Der Arbeitskreis "Suchet der Stadt Bestes" wünscht den jüdischen Mitbürgern in Deutschland
und dem Staat Israel und seinen Bürgern 

ein gesegnetes, gesundes und friedliches Neues Jahr 5778.

AK "Suchet der Stadt Bestes", Nürnberg

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Grußwort an unsere jüdischen Freunde und für den Staat Israel zum Jahr 5778

Das Jahr Rosch HaSchana 5778 ist ein besonderes Jahr, denn Israel feiert 70 Jahre der Unabhängigkeit des Staates Israel. Gemäß der UN-Resolution vom 29.11.1947 wurde am 14.5.1948 der Staat ausgerufen.

Die Zahl 70 steht in der jüdischen Tradition für Vollendung und Perfektion. Für Rabbi Judah Löw, ein Talmud-Gelehrter des 16. Jahrhunderts, spielt die Zahl 70 an verschiedensten Wendepunkten in der Geschichte eine wesentliche Rolle.  In der Bibel ist 70 eine Zahl der Vollkommenheit.

Keren Hayesod schreibt: „Der 70. Jahrestag der Unabhängigkeit des Staates Israel ist ohne Frage ein Meilenstein in der Geschichte unseres Volkes. Noch unmittelbar vor der Unabhängigkeit im Jahr 1948  war Israel ein unfruchtbares Land, dessen jüdische Bevölkerung sich auf 650.000 Personen belief. Die kärglichen Ressourcen der verarmten, belagerten Nation mussten zwangsläufig auf zwei zentrale Bereiche konzentriert werden: Verteidigung sowie Rettung und Integration von Neueinwanderern.“ Heute beträgt die Einwohnerzahl des jüdischen Staates 8.7 Millionen, davon sind 75% Juden und 21 % Araber. „Israel ist ein Anker der Stabilität und Demokratie sowie Vorbild für Gleichberechtigung, Meinungsvielfalt und Freiheit in dieser Region, die sonst von Konflikten, Unruhen und Kriegen geprägt ist.“

Im Rückblick auf das vergangene Jahr 5777 denken wir an 50 Jahre Wiedervereinigung Jerusalems, nachdem sich Israel im Existenzkampf gegen fünf arabische Armeen zur Wehr setzen musste.

Im Jahr 2005 räumte Israel freiwillig den Gaza-Streifen nach der politischen Formel „Land für Frieden“. Dafür bekam es jedoch bis heute statt Frieden 14.000 Raketen, die auf israelisches Territorium abgeschossen worden sind. 

Wir denken an das historische Jubiläum der Balfour-Erklärung vor 100 Jahren, am 2. November 1917, in dem Großbritannien die Einrichtung einer Heimstätte für die Juden im damaligen sogenannten Palästina unterstützte.

Am Israel chai – das Volk Israel lebt!

Wir trauern mit Israel über die erneuten Terroranschläge im Land. Während der letzten zwei Jahren wurden 55 Israelis von Terroristen ermordet und 700 verletzt. 

Als Arbeitskreis „Suchet der Stadt Bestes“ erklären wir uns solidarisch mit Israel. Als Bürger der „Stadt der Menschenrechte“ stellen wir uns an die Seite des jüdischen Volkes.

70 Jahre Staat Israel – Mazal tov!

Hansjürgen Kitzinger

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Gedenk10.8.17 Blumen 183843.jpg (187975 Byte)Die Gedenkstunde am 10. Aug. 2017 war gesegnet, es  regnete – der Himmel weinte und trauerte mit.    

Hansjürgen Kitzinger führte in der Begrüßung aus: Antisemitische Klischees tauchen vermehrt obsessiv im Gewand des Anti-Israelismus auf.   

Oberbürgermeister Dr. Ulrich mahnte die Erinnerung in den aktuellen Tagesnachrichten an. 
Er kündigte an, dass wir auch nächstes Jahr - im 80sten -  hier sein werden. 

Reg. Präsident Dr. Thomas Bauer warnte: “Der neue Antisemitismus wird unterschätzt. Auch politisch weht der Wind nicht mehr nur aus der bekannten rechten Richtung, sondern er kommt auch von links und wird dort die „Befreiung Palästinas“ betitelt.
(…)  Niemand spricht von Ritualmorden der Juden, aber Mahmud Abbas erhält Beifall im Europäischen Parlament für seine Aussage, Israel würde das Wasser in Palästina vergiften. (…) Kaum jemand wird heute öffentlich in Deutschland sagen, er sei Antisemit, „die Juden seien unser Unglück“. Die Begriffe sind vorsichtiger gewählt. Sie lauten „Israel-Kritik“, es heißt Israel sei das einzige Hindernis für einen Frieden im Nahen Osten".  

Michael Frieser nahm Bezug auf das Wort auf dem Bukett „Lobe Zion, deinen  Gott! Psalm 147,12

Bernd Benicke würdigte besonders das jüdische Volk und stellte heraus,  „ (…) der Lobpreis G’ttes ist auf Euren Lippen und in Euren Herzen und Gedanken, in Euren Einstellungen und Handlungen. Es ist wahr, was in Psalm 22,4 steht: "Du, G’tt, bist heilig, Du wohnst auf den Lobgesängen Israels.“ 

Dr. Gabriel Grabowski stellte den Aspekt des jüdischen Glaubens heraus und mahnte in seiner Botschaft mit den drei  Worten, nämlich  „Wehret den Anfängen“.

Zum Abschluß  der Gedenkstunde betete der  Rabbiner Shimon Grossberg das Kaddisch.  

(Foto: © Copyright  2017 AK SdSB, Nawr.)

 

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Israel – berufen zum Licht unter den Völkern
von Hansjürgen Kitzinger, 06.04.2016

Israel ist von Gott selbst berufen, ein Licht unter den Völkern zu sein.  
So hat es der Ewige  in Jes. 42.6 festgelegt 
 
„Ich der Ewige habe dich berufen, der Nationen Leuchte zu sein“.

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